Wolf und Mensch lebten am Ende der Eiszeit nebeneinander als Grosswildjäger. Sie waren Konkurrenten um die gleiche Beute, aber keine Feinde.
Laut Legende wurden Romulus und Remus ausgesetzt. Eine Wölfin erbarmte sich der Kinder, säugte sie und zog sie auf. An der Stelle ihrer Rettung gründeten die Brüder die Stadt Rom - der Wölfin zu Ehren.
Im Mittelalter wurde der Wolf als Jagdkonkurrent und Räuber von Nutzviehherden gnadenlos verfolgt.
1498 erschien der "Hexenhammer", eine Anleitung, zur Erkennung von Hexen und Werwölfen. Während der
abergläubischen Zeit des Mittelalters und der Inquisition mussten unzählige Menschen einen grausamen Tod als vermeintliche Werwölfe sterben.
"Rotkäppchen" aus der Märchensammlung der
Gebrüder Grimm erschien im 19. Jahrhundert.
Um 1930 erschien das Dschungelbuch von R. Kipling. Sein Held Mogli wird von Wölfen aufgezogen.
Filmwölfe: «Der mit dem Wolf tanzt» (Kevin Costner).
Heute existieren bei uns zwei Bilder des Wolfes nebeneinander:
1. die gefährliche, zähnefletschende Bestie und
2. die zu unrecht verfolgte Kreatur, ein Symbol für Wildnis und Freiheit. |