Erziehungsmethode
Wer an anderen Wesen Gewalt und Härte anwendet,
zeigt nur seine Hilflosigkeit und Schwäche.
Ein souveräner Hundeführer besticht durch Wissen, Verständnis
und Liebe!
Dieser Satz soll
ihnen sagen, dass ich jegliche Gewalt
gegenüber dem Hund ablehne und
nichts
von solchen Methoden halte!
Gewaltausbrüche,
Schläge und Schreien zeigen dem Hund nur ihre Unterlegenheit auf.
Mein Weg in der Hundeerziehung
Hunde müssen
zwingend in einer Gemeinschaft leben können! Sie sind obligat
sozial.
Dabei
spielt es keine Rolle, wie gross (anzahlmässig) die einzelne Gemeinschaft
ist.
Bereits
ab 2 Individuen besteht ein "Rudel".
Eine glückliche "Rudelstruktur" erreichen wir nur durch, für
den Hund absolut konstante, zuverlässige, durchschaubare, klare
und faire Regeln.
In der Hundeerziehung
arbeite ich mit positiver (primärer und sekundärer) Verstärkung.
(Primäre
Verstärker: Was der Hund in diesem Moment haben will, z.B. Aufmerksamkeit,
Futter, Streicheln,
Spiel, Ruhepausen etc.
Sekundäre
Verstärker: Alle Dinge, welche durch einen Lernvorgang gemäss
der klassischen Konditionierung mit einem
primären Verstärker
in Verbindung gebracht werden und nach
erfolgter Kopplung jetzt selbst als
positiver Verstärker eingesetzt
werden können, z.B. spezielles
Lobwort, Pfeife, Clicker, Klingel).
Aggression wird immer Distanz schaffen, denn sie wirkt
lebensbedrohend, schafft Spannungen und Angst; und Angst kann wiederum
der Retourball in die Aggression sein.
Der Hund soll durch
einen souveränen Menschen "geführt" werden!
Das
bedeutet für den Hundeführer nichts anderes, als seinem Hund
die Gewissheit zu geben, in jeder Situation gleich - klar, konsequent
zu agieren.
Es ist absoluter, gleich-bleibender Verlass in
meiner positiven Kommunikation mit ihm!
Entzieht man Hunde der Sicherheit einer souveränen
Rudelführung, machen sie sich "selbständig" und übernehmen
gerne mal das Zepter.
Wir sagen dann: "Mein Hund macht was er
will. Mal kommt er auf mein Rufen - mal kommt er nicht…"
Wir
vergessen dabei, oder wissen vielleicht nicht; dass gerade wir selbst unseren Hund in diese Position und Handlung gebracht haben.
Wir stellen ihn durch unsere Nachgiebigkeiten und unsere "Hü und
Hott"-Regeln zwangsweise in die "Chefposition".
Oder würden
Sie ihren Chef noch für verlässlich und souverän halten, wenn er ihnen heute
das "Füsse auf den Tisch legen" erlaubt und Sie morgen
für die gleiche Handlung eine verbale Rüge oder gar die Entlassung
erhalten?
Gut sozialisierte, erzogene
und geführte Hunde, fallen
in ihrem Umfeld immer positiv auf.
Sie haben seltener Probleme
mit anderen Hunden, arbeiten mit ihrem
Hundeführer als Teamkollege
eng zusammen und bereichern unser Leben
so auf positive Weise.
Das Wichtigste aber:
Sie schenken uns durch ihre Zufriedenheit
eine grosse Portion Glück!
Hundeaugen
Hundeaugen, wunderschön,
seh'n dich strahlend an.
Sagen: 'Woll'n spazieren gehen,
komm, zieh dich schon an!
'Leuchten, wenn du kommst nach Hause,
liebend schau'n sie hoch zu dir.
Schwänzchen wedeln, Bäuchlein kraulen!
'Bitte bleib doch jetzt bei mir!'
Manchmal können sie auch sagen:
'Habe etwas angestellt...
Sei mir bitte nicht mehr böse,
mach sie wieder heil, die Welt!'
Könnte man denn solchen Augen
ernsthaft wirklich böse sein?
Ist doch dieses kleine Wesen
unser ganzer Sonnenschein.
Christina Telker
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